Neujahrsempfang der Gemeinde Flemlingen

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Gemeinsam das neue Jahr beginnen, miteinander reden und sich austauschen – das machten die Flemlinger Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Sonntag beim Neujahrsempfang in der Bürgerstube. Mit dabei der Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern, Bürgermeister Daniel Salm, Landtagsabgeordneter Florian Meier, Ehrenbürger Franz Weber, Vertreter aus dem Forst, der Vereine, auch Ortsbürgermeister aus den benachbarten Gemeinden waren gekommen.

„Es hat sich vieles verändert seit dem Januar 2020, als wir uns das letzte Mal hier trafen“, begrüßte Ortsbürgermeister Peter Henrich die Gäste. Wenn auch das gesellschaftliche und wirtschaftliche Gefüge anders sei, so zeigte sich der Ortsbürgermeister glücklich „gemeinsam mit Ihnen in Flemlingen leben“ zu dürfen. Denn die Flemlinger geben „aufeinander acht und viele setzen sich für das Wohl der Gemeinde ein.“ 414 Einwohner mit Haupt- und Nebensitz zähle die kleine Gemeinde, 197 Männer und 200 Frauen, wobei die 50-59-Jährigen die stärkste Altersgruppe bilden, vier Kinder im vergangenen Jahr geboren wurden und vier Personen verstarben.

Henrich blickte auf Projekte des vergangenen Jahres zurück: auf neugeordnete Wege und Zugänge auf dem Friedhof und auf die vorangehenden Arbeiten in der Mietwohnung oberhalb der Bürgerstube wie auf die Ausschreibung der Straßenbeleuchtung, die auf LED umgestellt werden soll. Auch die Eröffnung des Klima-Arboretums nannte der Ortsbürgermeister und lobte Bernhard Bäcker für die abgelieferte, gute Arbeit bei der Umsetzung der Idee des ehemaligen Bürgermeisters Olaf Gouasé. Anfang September mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides sei der Startschuss für die Verkehrssicherung der Burg Scharfeneck gefallen. 810.000 Euro gewähre der Bund, 648.000 Euro das Land und je 81.000 Euro der Kosten verbleiben bei Gemeinde und Verein – wobei die Sparkassen- und die Hornbachstiftung großzügige Spenden geleistet haben, informierte der Ortschef. Jetzt folge die Baustelleneinrichtung. Erwähnung fand auch das Ortsfamilienbuch von Bernhard Braun, das nach wie vor über die Gemeinde erstanden werden kann. Sein Dank galt allen Vereinen in der Gemeinde, insbesondere dem Verein Klein Kunst für die Ausrichtung der Nikolausfeier zum 50-jährigen Jubiläum der Verbandsgemeinde Edenkoben sowie dem Scharfeneckverein für die unermüdlichen Bemühungen, die Burg zu sichern.

Beim Blick in die Zukunft nannte der Ortsbürgermeister die Renaturierung des Kaltenbachs beim Klima-Arboretum, das neue Feuerwehrhaus und die zu verabschiedende Erhaltungs- und Gestaltungssatzung. Ein Benefiz-Konzert zum Erhalt der Burg Scharfeneck soll es geben und die Veranstaltungen im Gemeindeleben: Maibaum, Johannisfeuer, Weinkerwe und Seniorennachmittag.

Henrich dankte allen, die „einfach anpacken und die nicht gesehen oder erwähnt werden“ und lobte Winzer, Förster, Gastronomen und Zimmervermieter, Handwerker, Internetseitenbetreuer und Kommunalpolitiker für deren Engagement. Sein Dank galt auch den Pädagogen in den Bildungseinrichtungen Kindergarten und Grundschule in Roschbach. Der Gemeinderat unterstütze den wertvollen Beitrag zur Sicherung der Zukunft mit dem Sitzungsgeld von je 150 Euro für die jeweiligen Fördervereine, ließ der Ortschef wissen.
Dass es wirklich immer einen Grund gebe, im Leben dankbar zu sein, davon zeigte sich Bürgermeister Daniel Salm überzeugt. Wenn auch 2022 geprägt war von einer Krise nach der anderen, habe das vergangene Jahr auch neue Ideen hervorgebracht, Kreativität angeregt und Flexibilität eingefordert. Salm wünschte allen viel Kraft, und, Schwung, das neue Jahr mit all seinen Herausforderungen, aber auch mit all seinen Chancen dankbar zu beginnen. Der Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern überbrachte in seinem Grußwort die Neujahrsgrüße und Wünsche der Führungsspitze des Landkreises Südliche Weinstraße.

Peter Kühn sorgte für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs und überreichte je einen Scheck über dreihundert Euro aus der Kasse des Vereins KleinKunst Flemlingen an den Kindergarten und die Grundschule Roschbach. Der Vereinszweck ist die Förderung von Kunst und Kultur durch die erwirtschafteten Überschüsse. Somit konnte der Vereinsvorsitzende erstmals seit der Gründung im März 2019 diese Ausschüttung vornehmen.

Text: Ivonne Trauth