Der Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinde Edenkoben ist da

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Lukas Burckgard hat seine Arbeit aufgenommen: Seit 2. November 2022 ist er der erste Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinde Edenkoben. Nach seinen abgeschlossenen Studien der Lebensmitteltechnologie Bachelor of Science und des Umwelt-Engineering mit dem Schwerpunkt Recycling Master of Science freut sich der Landauer nun auf das vielfältige Aufgabenfeld im Klimaschutzmanagement.

„Die Möglichkeit, den Klimaschutz in der Region aktiv und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern anzugehen, das ist meine große Motivation, freut sich der Handballer und Rennradfahrer, der in Offenbach aufgewachsen und mit der Pfalz eng verbunden ist. Überhaupt sei die Bürgerbeteiligung das A und O.

Bürgermeister Daniel Salm und Erster Beigeordneter Eberhard Frankmann begrüßten den 29-Jährigen. Vor fast einem Jahr sei das Klimaschutzkonzept und der Klimaschutzmanager bei den Haushaltsberatungen des Verbandsgemeinderates aufgenommen worden, erinnerte sich Salm. Nach einer langen Zeit des Wartens auf die Zuschussgenehmigung könne Lukas Burckgard nun die Arbeit aufnehmen. Die Verbandsgemeinde Edenkoben sei nicht die erste Verbandsgemeinde, die mit einem Klimaschutzmanager zusammenarbeite. Dass der Klimaschutz gerade in Zeiten der Energiekrise und der kriegerischen Handlungen in der Ukraine wichtig sei, betonte der Bürgermeister.

Zum Aufgabenfeld
Der Arbeitsplatz des 29-Jährigen ist im Fachbereich Bauen und Umwelt. Das Klimaschutzpotenzial der Verbandsgemeinde Edenkoben zu erarbeiten – das sind die ersten Handlungen. Die Hauptaufgabe: das Erstellen eines Klimaschutzkonzeptes mit einem dazugehörigen Maßnahmenkatalog. Eine gemeinschaftliche Aufgabe mit den Ortsgemeinden, betonte Frankmann. Denn ohne die Ortsgemeinden, ohne einen gemeinsamen Austausch könne ein solches Konzept etwa mit Themen der Biodiversität, regenerativen Energien und mehr nicht zielführend sein. Die ersten Schritte werden sich mit dem Istzustand der Verbandsgemeinde beschäftigen, informierte Burckgard. Dabei könne er sich eines guten Netzwerkes sicher sein, auch der Austausch mit den Klimaschutzmanagern im Kreis sei überaus positiv. „Und wenn das Konzept vom Projektträger ZUG mbH/Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit bewilligt wird, dann gilt es die Maßnahmen im Zuge der Anschlussförderung umzusetzen.“

Wann können sich die Bürger an den Klimaschutzmanager wenden?
Für Fragen, die das Klima betreffen, die sich um die erneuerbaren Energien drehen oder um das Energiesparen, wie auch Informationen zu Förderungen für private Haushalte ist der Klimaschutzmanager Lukas Burckgard der richtige Ansprechpartner.

Wie ist der Klimaschutzmanager der Verbandsgemeinde Edenkoben zu erreichen?
Lukas.burckgard@vg-edenkoben.de
Telefon: 06323 959-297
Termine nach Vereinbarung oder donnerstags, von 16 bis 17 Uhr

Der Verbandsgemeinderat hatte im Dezember 2021 einstimmig beschlossen, einen Klimaschutzmanager einzustellen und ein Klimaschutzkonzept im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ zu erstellen. Der entsprechende Förderantrag wurde am 13. Dezember 2021 bei dem Projektträger ZUG mbH/Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eingereicht. Dann im Oktober 2022 kam der Zuwendungsbescheid für das „KSI: Integrierte Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement in der Verbandsgemeinde Edenkoben – Erstvorhaben“. Laut Zuwendungsbescheid wird das Projekt mit 142.877 Euro für die Dauer von zwei Jahren gefördert.

Text und Bild: Ivonne Trauth

 

 

 

 

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen.
Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.