Volkstrauertag in Edenkoben am 15. November um 11.30 Uhr auf dem Friedhof in Edenkoben

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Nachdem sich die Stadtspitze (Stadtbürgermeister Ludwig Lintz, Stadtbeigeordnete Helga Vogelgesang, Beigeordnete Angelika Fesenmeyer und Beigeordneter Heiko Heymanns) sowie Frau Pfarrerin Judith Geib auf dem Edenkobener Friedhof eingefunden hatten sprach Stadtbürgermeister Ludwig Lintz einige kurze Worte zum Volkstrauertag. 

Wir haben uns heute hier versammelt um den Toten beider Kriege, sowie den Opfern von Krieg und Gewalt, zu gedenken. Leider ist dies momentan nur in dieser ungewohnten Form möglich. Niemand hätte vermutet dass sich unser aller Leben so schnell verändern würde. Realistisch betrachtet hat ein Virus unser Leben auf den Kopf gestellt und bedroht die Menschheit weltweit. Vor etwa 100 Jahren hatte die Spanische Grippe eine Influenza-Pandemie ausgelöst. Neben Millionen Toten beider Kriege starben auch hier Millionen von Menschen. Eine ganze Generation junger Menschen wurde durch Krieg und Gewalt ausgelöscht, viele hatten ihr Leben noch vor sich.

Der Volkstrauertag wird alljährlich begangen um nicht zu vergessen was Menschen in Gewaltherrschaften angetan wurde und angetan wird. Trotzdem wird Vieles bestritten oder verharmlost. Ängste werden geschürt, die wiederum den Nährboden für Misstrauen schaffen. Lasst uns alles daran setzen, damit sich die jüngere deutsche Geschichte nicht wiederholt und lasst uns denen helfen die in einer Welt voller Gewalt leben. Denn Leben ist das höchste Gut, das Gott uns zu schützen überlies. Zeigen wir unseren Respekt vor Gottes Schöpfung Frau Pfarrerin Geib schloss die kurze Ansprache mit einem Gebet.

Noch vor der eigentlichen Feier hatten die Vereine ihren verstorbenen Mitgliedern gedacht und Kränze niedergelegt.