Region Grand Est zum Risikogebiet erklärt

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Wie in vielen weiteren nationalen und internationalen Gebieten steigen auch in Frankreich und der Region Grand Est die Zahlen an COVID-19 Fällen wieder an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat unter anderem das stark von der Corona-Pandemie betroffene französische Grenzgebiet mit Wirkung von Samstag zum Risikogebiet erklärt.
Landrat Dietmar Seefeldt machte mit Blick auf den Beginn der Corona-Pandemie deutlich: „Ich hoffe, dass es nicht wieder zu Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Frankreich kommt. Der europäische Gedanke ist hier fest verwurzelt und gelebter Alltag. So, wie die Grenzschließung und die eingeführten Kontrollen zu Beginn der Pandemie über unsere Köpfe hinweg entschieden und umgesetzt wurde und so, wie sich die Menschen – insbesondere auf deutscher Seite verhalten haben – so etwas darf sich nie wieder wiederholen!“ Gleichzeitig ruft er die Menschen in der PAMINA-Region zur Besonnenheit und zur Solidarität auf: „Es ist keineswegs angebracht, Ängste zu schüren oder die Menschen zu verurteilen“, mahnt Seefeldt.

Wer ab Samstag aus Frankreich einreist, muss sich grundsätzlich zunächst in Quarantäne begeben und das örtliche Gesundheitsamt informieren. Die Quarantäneanordnung gilt nicht für Berufspendler, Einreisen aus medizinischen Gründen, oder bei einem sonstigen triftigen Reisegrund. Für Menschen, die ihren Wohnsitz in Rheinland-Pfalz haben, gilt die Quarantäneanordnung auch dann nicht, wenn der Aufenthalt in Frankreich weniger als 72 Stunden betragen hat. Landrat Dietmar Seefeldt erklärt: „Es gibt zwei weitere wichtige Ausnahmen: Wer einen negativen Coronatest vorweist, der nicht älter als 48 Stunden ist, muss nicht in Quarantäne. Auch wenn der Aufenthalt in Rheinland-Pfalz weniger als 24 Stunden andauert, gibt es keine Quarantäneverpflichtung.“

Erst Anfang September appellierten die Träger der Grenzlandmedaille in einem Manifest unter anderem an Entscheidungsträger in der Politik und die betroffenen Menschen in der PAMINA-Region, die wertvolle, über viele Jahre gewachsene harmonische Zusammenarbeit in vielen Bereichen, das herzliche Miteinander, das empathische Verständnis füreinander, das sensible Bewusstsein für die historische Verantwortung in den Herzen zu bewahren und auch in Corona-Zeiten zu leben. Gemeinsam mit den Grenzlandmedaillenempfängern haben Landrat Dietmar Seefeldt, der Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern und Kreisbeigeordneter Ulrich Teichmann das Manifest an Anne Sander, Mitglied und Quästorin des Europäischen Parlaments, und Christine Schneider, Mitglied des Europäischen Parlaments, überreicht. „Wir möchten das Erreichte mit respektvollem Verständnis für die aktuelle Situation mit allen Kräften gemeinsam verteidigen“, heißt es darin.

Die aktuell geltenden Vorschriften können unter www.corona.rlp.de/de/service/rechtsgrundlagen/ eingesehen werden.

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