Der Tag nach Muttertag ist bundesweit der „Tag der Kinderbetreuung“. Alle, die die Kleinsten professionell und engagiert außerhalb der Familie betreuen, stehen an diesem Tag im Fokus. „Wir wollen allen Erzieherinnen und Erziehern sowie Tagespflegepersonen aufrichtigen Dank aussprechen. Wir sind – wie beim Muttertag – natürlich täglich für das Engagement und die wertvolle Arbeit mit den Kindern dankbar, aber heute wollen wir dies besonders herausstellen“, so Landrat Dietmar Seefeldt.
Mit Blumen, Kalendern, und Fruchtgummis in „Danke“-Form für die Kita-Teams besuchte der Landrat am 11. Mai, dem diesjährigen Montag nach Muttertag, gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Georg Kern, in dessen Zuständigkeit der Bereich „Jugend und Familie“ liegt, Hannelore Schlageter, Leiterin des Kreisjugendamts SÜW, und Mitarbeitenden des Jugendamtes, drei Einrichtungen im Landkreis. Die Tour führte zunächst zur katholischen Kindertagesstätte „St. Laurentius“ in Bornheim – zugleich gab es auch einen kurzen Stopp am benachbarten Schülerhort –, dann in die protestantische Kita „Sternschnuppe“ in Gommersheim und abschließend in die kommunale Kita „Pusteblume“ Siebeldingen. Auch den jeweiligen Trägern und Fachberatungen dankte Seefeldt vor Ort für die Zusammenarbeit.
Die katholische Kindertagesstätte „St. Laurentius“ in Bornheim hat 72 Plätze. Die Kinder sind altersgemischt auf vier Gruppen aufgeteilt. Kita-Leiterin Ulrike Wingerter führte durch die Räumlichkeiten und über das große Außengelände. Eine Besonderheit in Bornheim ist, dass sich in unmittelbarer Nähe der Kita der auch der gleichnamige Schülerhort „St. Laurentius“ mit zwei Gruppen und 40 Kindern befindet. Auch den dort arbeitenden Fachkräften, vertreten von Leiterin Melanie Rink, dankten Seefeldt, Kern und Schlageter bei der Gelegenheit herzlich für ihren Einsatz. Die Kita-Kinder sangen und tanzten zum Abschied noch ein Lied der Band „GroßstadtEngel“ für die Gäste und bewiesen, dass sie, wie es im Liedtext heißt, einfach überall gute Laune haben.
Auch in der protestantischen Kindertagesstätte „Sternschnuppe“ in Gommersheim bekamen die Gäste eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten. Leiterin Anika Fischer zeigte unter anderem auf, dass jeder Gruppenraum noch eine zweite Ebene aufweist, was Rückzugs- und Spielmöglichkeiten schafft. Aus allen Gruppenräumen geht es außerdem direkt nach draußen aufs weitläufige Außengelände. Insgesamt zählt die Einrichtung 90 Plätze, davon sechs für unter-2-jährige Kinder. Für diese gibt es in Gommersheim eine eigene Gruppe und einen eigenen kleinen Bereich im Freien. Mit einem besonderen Lied überraschten die Kinder: „Wir sind die Kleinen in den Gemeinden. Doch ohne uns geht gar nichts, ohne uns geht’s schief“, sendeten sie ihre starke Botschaft an die Gäste aus Politik und Verwaltung.
In der kommunalen Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Siebeldingen führten zwei Vorschul-Mädchen die Gäste souverän durch die Kita-Räumlichkeiten. Diese bestehen, anders als andernorts, nicht aus Gruppen- sondern aus Funktionsräumen, darunter ein Bewegungsraum, eine Holzwerkstatt, ein Kunstraum und eine Vorleseecke. Die Selbstbildungsprozesse sollten so angeregt werden, berichtete Leiterin Renate Anlag-Cyrys vom dort angewandten Konzept. Der Raum wird als „dritter Erzieher“ begriffen. Viele Wände sind sogenannte sprechende Wände, denn sie erzählen durch Fundstücke, Plakate und Gegenstände zum Beispiel von Wildvögeln der Region. 50 Plätze bestehen in der Siebeldinger Kita, wo die Gäste der Kreisverwaltung auch den neuen Essensraum mit Blick ins Grüne besichtigt haben.
Text und Bild: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße












