Kulturverein Edenkoben e. V. auf Abenteuerreise zur Völklinger Hütte

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Völklingen, 12. Juni 2024 – Am vergangenen Mittwoch begab sich der Kulturverein Edenkoben e.V. auf eine spannende Entdeckungsreise zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Die 26 Teilnehmenden, darunter Mitglieder und Gäste, hatten nicht nur die Gelegenheit, die beeindruckenden historischen Bauten zu bestaunen, sondern auch die faszinierenden Ausstellungen hautnah zu erleben; u.a. “Der Deutsche Film von 1895 bis heute” und andere Highlights.

Im Mittelpunkt stand die Ausstellung in der Gebläsehalle, die die Herzen der Filmbegeisterten höherschlagen ließ. Die Besuchenden wurden durch eine cineastische Zeitreise geführt, die von den expressionistischen Meisterwerken der Weimarer Republik bis zu den Kultklassikern, wie den Horrorfilmen mit Klaus Kinski, reichte. Wer hätte gedacht, dass Marlene Dietrich und Heinz Rühmann inmitten von Eisen und Stahl wiederzufinden seien?

Doch damit nicht genug: Auch die “Urban Art Biennale” und die Ausstellung “MAN & MINING – Die globale Extraktion und die Folgen für Mensch und Natur” sorgten für Begeisterung und gaben tiefe Einblicke in die Wechselwirkungen von Mensch, Kunst und Umwelt.

Die Völklinger Hütte ist das weltweit einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung und hat als erstes Industriedenkmal dieser Epoche den Sprung auf die UNESCO-Welterbeliste geschafft. Mit ihrer bewegten Geschichte, die Höhen und Tiefen gleichermaßen umfasst, bietet sie einen spannenden Blick auf die industrielle Vergangenheit Deutschlands. Vom größten Eisenträgerproduzenten des Landes und einem Patent-Weltmeister im Eisen- und Stahlbereich bis hin zu den dunklen Kapiteln der Nähe zu Adolf Hitler und dem Einsatz von Zwangsarbeitern in beiden Weltkriegen – die Völklinger Hütte hat viel zu erzählen.

Nach dem wirtschaftlichen Aufschwung in den Nachkriegsjahren folgte in den 70er Jahren der Niedergang durch die weltweite Stahlkrise. Doch 1994 erlebte die Völklinger Hütte ein fulminantes Comeback, als sie in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Seit der Stilllegung 1986 hat sich die Realität des Ortes drastisch verändert: Hochofengruppe, Kokerei, Sinterhäuser, Möllerhalle, Handwerkergasse und Gebläsehalle wurden zu beeindruckenden Denkmälern.

Die 2. Vorsitzende des Kulturvereins, Martina Roth, führte die Gruppe durch den Tag und ließ es sich nicht nehmen, das nächste Highlight des Vereins bekannt zu geben: Am 20. Juli steht die Veranstaltung “Schloss in Flammen” in Schwetzingen auf dem Programm, inklusive Operngala und reservierter Sitzplätze. Anmeldungen werden im Büro für Tourismus in der Poststraße 23 entgegengenommen.

Alles in allem war der Ausflug zur Völklinger Hütte ein voller Erfolg, der nicht nur durch die imposanten Ausstellungen und die eindrucksvollen Gebäude, sondern auch durch die gute Stimmung und die Aussicht auf zukünftige spannende Events des Kulturvereins abgerundet wurde.

Text: Martina Roth, Fotos: Jürgen Wolff

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