„Wir warnen Deutschland“: Stadt Landau ist beim bundesweiten Warntag mit dabei – Auch neues Sirenennetz wird am 8. Dezember getestet – Verwaltung verteilt Infoflyer zur Warnung der Bevölkerung an alle Haushalte

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Die Mischung macht’s: Das gilt auch bei einem so ernsten Thema wie dem Katastrophenschutz. Um die Bevölkerung im Ernstfall schnell, zielgerichtet und verlässlich vor einer Gefahr warnen zu können, setzen Bund, Länder, Städte, Kreise und Gemeinden daher auf einen Warnmittelmix. So auch die Stadt Landau, die gerade erst ein topmodernes Sirenennetz als neuesten Baustein zur Bevölkerungswarnung in Dienst gestellt hat. Am Donnerstag, 8. Dezember, dem bundesweiten Warntag, werden in ganz Deutschland die Warnmittel erprobt.

„Die Stadt Landau wird sich selbstverständlich am bundesweiten Warntag beteiligen“, informiert Oberbürgermeister Thomas Hirsch, der in diesem Jahr den verwaltungseigenen Katastrophenschutzstab aktiviert hat, u.a. um die Verwaltung und die Landauerinnen und Landauer auf einen möglichen „Blackout“, also einen länger andauernden Stromausfall, oder andere Ernstfälle vorzubereiten. „Der bundesweite Warntag hat zum Ziel, die vorhandenen Warnmittel zu testen, gleichzeitig aber auch, Bürgerinnen und Bürger für das Thema Warnung zu sensibilisieren, die einzelnen Warnmittel und deren Zusammenspiel ins Bewusstsein zu rücken und dringend erforderliches Wissen zum Umgang mit Warnungen zu vermitteln“, so Hirsch.

In Landau steht dabei das neue Sirenennetz im Mittelpunkt. Alle 15 Sirenen werden an diesem Tag um 11 Uhr ausgelöst. Die Entwarnung erfolgt eine dreiviertel Stunde später. Warum sind Sirenen so wichtig als Ergänzung zu den immer bekannter und beliebter werdenden Warnapps und anderen Warnmitteln? „Sirenen wird der so genannte Weckeffekt zugeschrieben. Das heißt, dass sie auch nachts, wenn Fernseher, Radio, Handy und Co. ausgeschaltet sind, zur Bevölkerung durchdringen“, macht der OB deutlich.

Das geht aber nur, wenn die Menschen die Sirenentöne kennen und zuordnen können. Auch dazu dient der Warntag. Zusätzlich hat die Stadtverwaltung Flyer aufgelegt, die neben vielen Informationen zur Warnung der Bevölkerung auch einen QR-Code enthalten, den man einscannen und dann die Sirenentöne „probehören“ kann. Die Flyer werden in den kommenden Tagen an alle Haushalte in Landau verteilt. Wer keinen Flyer bekommt, kann diesen auch in einem der städtischen Dienstgebäude abholen. Hier liegt ferner auch eine Broschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) aus, die u.a. eine Checkliste beinhaltet, welche Lebensmittel, Hygieneartikel, Medikamente etc. man zuhause haben sollte, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Zurück zum Warntag. Neben dem Sirenentest werden am 8. Dezember auch in Landau – wie überall in Deutschland – die Handys klingeln. Ausgelöst vom BBK, testet der Bund zum ersten Mal die Katastrophen-Warnung per „Cell Broadcast“. Hierfür ist kein Smartphone erforderlich; die Warnungen werden, ähnlich einer SMS, an alle kompatiblen Geräte geschickt. Zusätzlich löst der Bund auch Warnapps wie KATWARN und NINA aus. All dies geschieht ebenfalls um 11 Uhr; die Entwarnung ist für 11:45 Uhr vorgesehen.

OB Hirsch bittet die Bevölkerung gemeinsam mit Hauptamtsleiter Michael Götz, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Dirk Hargesheimer und dem Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz Stefan Krauch darum, die Warnungen am Warntag ernst zu nehmen und trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren. „Wir wollen keine »Panikmache«, uns allen muss aber klar sein, dass die Situation ernst ist. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise, gepaart mit den Folgen der Corona-Pandemie, rufen Szenarien auf, die so vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären“, so Hirsch.

Weitere Informationen zur Warnung der Bevölkerung finden sich auf den Internetseiten www.landau.de/katastrophenschutz und www.bbk.bund.de.

Pressemitteilung der Stadt Landau in der Pfalz.