Kunstpfad Maikammer – Arbeiten an den Objekten

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In knapp zwei Monaten wird der Kunstpfad in der Ortsgemeinde Maikammer eröffnet. Neben bereits bestehenden Kunstwerken, wird dieser durch zwei neue Objekte ergänzt. Die Arbeitsgruppe „Kunstpfad Maikammer“ hat sich hierfür auf zwei Künstler festgelegt, die sich im nationalen und internationalen Kunstmarkt bewegen und durch ihr künstlerisches Schaffen eine über die Region hinausgehende anerkannte künstlerische Reputation erlangt haben.
Einer der beiden ausgewählten Künstler, Bernhard Mathäß, steht schon seit Wochen im Steinbruch Leonhard Hanbuch und bearbeitet einen massiven Sandsteinblock. Die Grobarbeiten macht er lieber vor Ort. Der Block wäre auch zu schwer für den Transport. Und so steht der Bildhauer mit Vollschutzmaske vor seinem Steinblock und bearbeitet mit dem Presslufthammer vier Kubikmeter Sandstein. Das fordert den ganzen Mann, denn der Presslufthammer will in Augenhöhe horizontal gehalten werden. Mehr als einen halben Tag kann Bernhard Mathäß diese Strapazen nicht aushalten. Dann heißt es mindesten einen Tag etwas anderes, leichteres bearbeiten. Sonst würde der Körper zu schnell verschleißen. Sobald als möglich steht der Transport ins eigene Atelier an. Dann ist die weitere Bearbeitung etwas entspannter. Vollkommen entspannt ist der zweite Künstler Guido Häfner aus Nürnberg. Im August wird es mit seinem Objekt aus Cortenstahl losgehen. Geliefert wird einen Tag vor Eröffnung im September, sagt der Routinier. Dann bleibt es auch eine Premiere und steht nicht schon Wochen vorher herum. Wir lassen uns überraschen.

Maikammer, 21. July 2022/js

Bild und Text: Herbert Pauser