Sind Radschnellwege in SÜW machbar? Kreistag beschließt: Studienerstellung soll im kommenden Haushalt eingeplant werden

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Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass für die kommende Haushaltsplanung die Durchführung einer Potentialbetrachtung für Radschnellwege aus dem Landkreis Südliche Weinstraße nach Landau berücksichtigt werden soll. Die Koalitionsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FWG hatten einen entsprechenden Antrag eingereicht. In einer breiten Diskussion im Kreistag wurde deutlich, dass es bei solch einer Studie um die Prüfung alltagstauglicher Strecken gehen solle, von denen insbesondere Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule profitieren.

Landrat Dietmar Seefeldt betont: „Solche Schnell-Strecken können eine echte Alternative zum täglichen Autoverkehr darstellen. Durch eine Potentialstudie werden unsere Optionen im gesamten Landkreis für Radschnellwege fundiert aufgezeigt.“ Zwei Machbarkeitsstudien für die Bereiche Landau – Edenkoben – Neustadt wie auch für die Achse Landau – Bad Bergzabern – Wissembourg mit einer Ergänzung Landau – Pfalzklinikum sind bereits seit längerem in Arbeit.
Für weitere Potentialstudien inklusive grober Kostenabschätzung und Prüfung möglicher Fördermittel werden die Kosten auf rund 250.000 Euro geschätzt.

Radschnellwege sollten eine möglichst direkte Linienführung bieten und aus Sicherheitsgründen über eine komfortable Breite verfügen, damit ausreichenden Abstand zum Gegenverkehr gewährleistet sei sowie auch einfaches Überholen möglich ist. Durch die Streckengestaltung sind auf solchen Wegen Fahrgeschwindigkeiten bis 30 km/h realisierbar.

Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen, sodass die Durchführung einer Studie in der Planung des nächsten Haushalts von der Verwaltung berücksichtigt werden wird. Der Kreistag muss in einer der kommenden Sitzung dann noch einen Beschluss fassen, um die Studie tatsächlich in Auftrag zu geben.