Kreisvorstand SÜW: Alle Krankenhäuser müssen bei nächster Impfstofflieferung berücksichtigt werden – Medizinisches Personal vorrangig schützen!

24

„Im Landkreis Südliche Weinstraße mit den Kliniken Annweiler und Bad Bergzabern im Verbundkrankenhaus Klinikum Landau-Südliche Weinstraße hat das medizinische Personal noch keine Impfung erhalten. 

Obwohl die Häuser längst ihren Bedarf beim Land angemeldet haben und bereit sind, wurde das Personal noch nicht geimpft. Der Impfstoff wurde noch nicht geliefert und so konnten bislang vor allem die Ärzte und Pflegekräfte, die mit COVID-19 infizierten Patienten in Kontakt stehen, noch keine Erstimpfung erhalten. Gerade für sie wäre eine Impfung essentiell“, kritisiert der Kreisvorstand, Landrat Dietmar Seefeldt, Georg Kern, Ulrich Teichmann und Kurt Wagenführer, die bisherige Impfstrategie. Sie appellieren eindringlich dafür, „dass mit den jetzt angekündigten Impfstofflieferungen insbesondere auch die Kliniken, egal wie klein sie sind, bevorzugt versorgt werden. Das Personal dort steht in erster Reihe in der Bekämpfung der Corona-Pandemie.“ 

Die Lieferung von Impfstoff an die Krankenhäuser erfolgt durch das Land direkt. Zunächst wurde an den Krankenhäusern der Maximalversorgung geimpft. Dort sei man großzügig verfahren und hat nicht nur unmittelbar am Patienten stehende Ärzte und Pflegekräfte geimpft, sondern auch das weitere Personal: „Die Ärzte und Pflegekräfte in den kleineren Krankenhäusern gingen zunächst einmal leer aus“, so Seefeldt, Kern, Teichmann und Wagenführer. Sie schließen sich deshalb dem Appell des Bad Dürkheimer Landrats Ulrich Ihlenfeld an und fordern, dass alle Krankenhäuser in den Blick genommen und umgehend bei der nächsten Impfstofflieferung mit ausreichend Impfdosen beliefert werden. „Es geht, genauso wie beispielsweise bei den mobilen Pflegekräften, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten in den Krankenhäusern, aber auch darum, die medizinische Versorgung in den Häusern durch weitere Ansteckungen des Personals nicht zu gefährden. Krankenpflegerinnen oder Ärzte leisten auch in vermeintlich kleineren Krankenhäusern wichtige Dienste und bewältigen schon seit Monaten herausfordernde Aufgaben. Uns ist es wichtig, dass das Personal in den Krankenhäusern, auch wenn sie nicht zur Maximalversorgung zählen, unverzüglich effiziente Unterstützung und Gefährdungsschutz erfährt”, bringen die Mitglieder des Kreisvorstandes im Landkreis SÜW übereinstimmend zum Ausdruck.