Baustellenbesuch: Regenrückhaltebecken in Hainfeld

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Es geht vorwärts auf der Baustelle in der Nachbarschaft zum Hainfelder Sportplatz: Das Durchlassbauwerk und der Vorfluter wurden fertiggestellt. Der Modenbach läuft in diesem Bereich in einem Bachbett, das einer natürlichen Bachsohle nachempfunden wurde. Im Laufe der Zeit wird sich diese noch mit ortstypischen Sedimenten füllen und somit die natürliche Ausbreitung aller Bachlebewesen unterstützen – Lebensraum für eine Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren. Dies gilt ebenso für den Vorfluter, der erstreckt sich mit einer Länge von 22 Meter Richtung Osten den Modenbach entlang. Er besteht aus großen Wasserbausteinen, welche die Erosion im Bachbett verhindern sollen. Die Spundwand – zuständig für die Dichtigkeit des Damms – ist fertiggestellt.
Bei der Herstellung des Durchlassbauwerks kam es zu geotechnischen Problemen und somit zu zweimonatigen Verzögerungen im Baufortschritt. Durch das schnelle Handeln des baubegleitenden Ingenieurbüros IPR-Consulting, der Baufirma Scherer und der Verbandsgemeindeverwaltung konnten längere Verzögerungen verhindert werden. Die endgültige Fertigstellung ist für Ende Februar 2021 geplant.
Der Wanderweg am Modenbach zwischen dem Sportplatz des VFL Hainfeld und der Mittelmühle ist nach wie vor gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben bittet die Verkehrsteilnehmer den Schildern, beginnend an der Karl-Stein-Straße in Hainfeld und endend an der Mittelmühle, durch die Weinberge zu folgen. Dort können interessierte Bürgerinnen und Bürger auch die Fortschritte auf der Baustelle aus nächster Nähe beobachten.
Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf 842.980 Euro, die Förderquote beträgt aktuell 60 Prozent – sei aber noch Gegenstand von Abstimmungen mit dem zuständigen Ministerium, so Bürgermeister Olaf Gouasé. Es handelt sich um die „letzte Maßnahme des Hochwasserschutzkonzeptes der Verbandsgemeinde Edenkoben zum Schutz vor 50-jährigen Regenereignissen“, informiert Bürgermeister Olaf Gouasé.
Text: Ivonne Trauth, Bernhard Bäcker, Bild: Bernhard Bäcker