Ludwig Lintz Brief an die Bürger – Corona Krise

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
uns hat eine Situation getroffen, die so noch nie da war in den letzten 70 Jahren.
Eine Situation, an die niemand je dachte, dass sie eintreffen würde.
Und doch hat sie uns erreicht. Schneller, als sie manchem lieb war und vielen noch nicht bewußt ist.
Auch wir in Edenkoben müßen nun Maßnahmen umsetzen, die dringend zum Schutz der Menschen und zum ordnungsgemäßen Ablauf unseres Gesundheitssystems erforderlich sind.
Wir alle müssen uns ab sofort Einschränkungen unterziehen, haben Einschnitte in unserem Leben.  Der Eine mehr,  der Andere weniger. Einschnitte, die noch härter kommen können, wenn wir die Situation nicht in den Griff bekommen.
Solidarität ist nun angesagt. Wir müssen zusammenrücken und zusammenhalten.   Einander helfen und aufeinander aufpassen. Die massiven Einschnitte kommen, weil der Virus sich immer weiter verbreitet und Menschen unvernünftig sind. Wer die Bilder vom letzten Wochenende in Gimmeldingen gesehen hat, weis wovon ich spreche. Es geht nicht darum, dass junge Mensch krank werden könnten.. es geht darum zu vermeiden, das zu viele Menschen auf einmal krank werden. 
Es geht darum Solidarität mit den Schwächeren  unserer Gesellschaft zu zeigen. Jeder von uns hat eine Oma, einen Opa, eine Tante, einen Onkel.
Jeder von uns kennt jemanden, der chronisch krank ist, Dialyse, Asthma oder eine andere Krankheit hat.
Wir alle möchten die Zustände in Italien unseren Ärzten nicht zumuten. Wir alle wollen nicht, dass unsere Ärzte entscheiden müssen, wer weiterleben darf und wer nicht. 
Helfen wir mit, dass die Situation noch einigermaßen geordnet verläuft. Helfen wir mit, die Schwächeren unser Gesellschaft mit unserem Verhalten zu schützen. Dazu kann jeder beitragen. Und es kostet nichts.
Halten wir die nächsten Wochen mit den Einschränkungen durch und kümmern uns um unsere Mitmenschen, zeigen wir uns solidarisch mit den Schwächeren und helfen einander, wie z.b Einkaufen für die, die es momentan nicht können.
Um den Menschen die Hilfe benötigen zu helfen, hat die Stadt Edenkoben in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz eine Einkaufshilfe eingerichtet. Sie ist für diejenigen da, die wegen der aktuellen Lage niemanden haben, der sie bei Einkäufen unterstützt. Näheres erfahren Sie aus dem Amtsblatt der Verbandsgemeinde Edenkoben.
Helfen auch Sie den Menschen in Ihrem Umfeld, wenn diese Hilfe benötigen. Helfen Sie unseren Ärzten, in dem Sie den Empfehlungen der Bundesregierung folgen und momentan Sozialkontakte einschränken. Wir bitten auch die Vereine auf geplante Veranstaltungen, Sitzungen, Treffen derzeit zu verzichten.
Meine Bitten an Alle… wirklich alles, was nicht notwendig ist an sozialen Kontakten zu unterlassen!!!!!!!
An dieser Stelle möchte ich auch ein ganz herzliches und großes Dankeschön an alle Menschen im Gesundheitssystem, allen Ärzten, Apothekern, dem Roten Kreuz, und allen Menschen im medizinischen Bereich aussprechen. Aber auch dem Ordnungsamt, der Polizei und unserer Feuerwehr. Den Menschen, die mithelfen, das unser tägliches Leben einigermaßen geordnet laufen kann. Die vielen MitarbeiterInnen im Einzelhandel, bei den Wasserwerken, Müllabfuhr und vielen, vielen Anderen. Vielen Dank. 
Auch den Eltern möchte ich danken, die unter Herausforderungen, die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren. Es ist nicht einfach in Zeiten, wo alles geschlossen wird und die Kinder nun eingeschränkt sind. Aber auch wenn nun die Spielplätze geschlossen, heißt es nicht, dass sie zu Hause bleiben müssen. Wir haben vielfältige Möglichkeiten in unserem Wald, wo die Kinder Abenteuer erleben und spielen können. Aber bitte vermeiden Sie Menschenansammlungen und Gruppenbildungen.
Informieren Sie sich ständig über die Lage und den Stand der Dinge!!!!!!
Es sind schwere Zeiten, mit vielen Problemen die alle betreffen, Arbeitnehmer wie auch Unternehmer. Auch hier werden wir versuchen zu helfen, wo wir es können. Leider sind wir auch hier oft an die Weisungen der Landesregierung und die Gesetzeslage gebunden.
Gemeinsam stehen wir diese Situation durch. Halten wir zusammen und wir werden schon bald ein Licht am Ende des Tunnels sehen.
Bleiben Sie gesund.  
Ihr

Ludwig Lintz
Stadtbürgermeister