Der Sommer steht vor der Tür – auch an der Südlichen Weinstraße, wo das Klima durchaus an das Mittelmeer erinnern kann. Spätestens im Hochsommer entwickelt sich so manche Biotonne zur Brutstätte von Maden und riecht unschön. Der Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft (EWW) gibt daher einige hilfreiche Tipps zum korrekten Umgang mit der grünen Tonne bei steigenden Temperaturen.
Feuchtigkeit reduzieren und für gute Belüftung sorgen: Durch das abwechselnde Schichten von feuchten organischen Abfällen und trockenen Materialien wie Laub oder Zeitungspapier wird die Luftzirkulation verbessert, und unangenehme Gerüche werden verringert.
Deckel stets geschlossen halten: Das verhindert, dass Fliegen Eier auf die Bioabfälle legen, was die Madenbildung deutlich einschränkt. Das Einwickeln der Abfälle in Zeitungspapier bietet zusätzlichen Schutz gegen Eiablage.
Rasenschnitt richtig behandeln: Frischer Rasenschnitt sollte vor der Entsorgung in die Tonne antrocknen beziehungsweise anwelken, da feuchter Rasenschnitt schnell klebt, sich aufheizt und die Luftzirkulation behindert.
Abstellplatz wählen: Ein kühler, schattiger Standort verlangsamt den biologischen Abbauprozess und hilft, Gerüche zu minimieren.
Gewicht beachten: Das auf dem Tonnenrand angegebene Höchstgewicht sorgt nicht nur für eine problemlose Leerung durch die Müllwerkerinnen und Müllwerker, sondern auch für eine bessere Belüftung der Tonne.
Regelmäßige Leerung: Das Angebot des EWW, die Biotonne von April bis einschließlich November wöchentlich leeren zu lassen, hilft dabei, Staunässe und Geruchsbildung zu vermeiden, denn so wird überschüssiges Wasser regelmäßig entfernt.
Tonne reinigen: Die Tonne sollte gelegentlich mit Wasser und Essig oder einem milden Reinigungsmittel gereinigt werden. Dadurch lassen sich Rückstände entfernen und unangenehme Gerüche verhindern, was die Hygiene verbessert und die Lebensdauer der Tonne verlängert.
Vögel als Helfer: Wenn Maden die Biotonne bereits befallen haben, kann diese nach der Leerung mit geöffnetem Deckel im Freien stehen gelassen werden. Vögel fressen die Maden und befreien so auf natürliche Art und Weise die Tonne von unerwünschten Gästen.
Das gilt das ganze Jahr
Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Fremdstoffe, wie Kunststoff, Steine, Glas, Metall und Keramik gehören nicht die in die Biotonne. Dazu zählen auch die sogenannten kompostierbaren plastikähnlichen Tüten, denn diese brauchen unter realen Bedingungen außerhalb eines Testlabors einfach zu lange, bis sie verrottet sind. Stattdessen können Haushalte Zeitungspapier oder im Handel erhältliche Papiertüten verwenden, um lose organische Abfälle zu sammeln. Diese zersetzen sich problemlos.
Infos zur korrekten Entsorgung
Eine Liste, was in die Biotonne darf, was nicht, findet sich online unter www.suedliche-weinstrasse.de/biotonne. Auch das Abfall-ABC der SÜW-WertstoffApp gibt Auskunft über die korrekte Entsorgung von biologischen Abfällen. Die WertstoffApp ist in allen gängigen App-Stores zum Download verfügbar und kann alternativ als Web-App im Internetbrowser unter www.suedliche-weinstrasse.de/wertstoffapp genutzt werden.
Kontakt
Bei Rückfragen zum Umgang mit der Biotonne stehen die Abfallberaterinnen und -berater des EWW gern zur Verfügung, per Telefon unter 06341 940-429 oder -420 sowie per E-Mail an eww@suedliche-weinstrasse.de.
Änderungswünsche am Gefäßbestand sowie die Anmeldung einer Biotonne können am einfachsten per E-Mail an eww@suedliche-weinstrasse.de oder telefonisch unter 06341 940-440 mitgeteilt werden. Die Gebühren betragen aktuell für die „Standardtonne“ mit 60 Liter Fassungsvermögen monatlich 3,80 Euro. Für monatlich einen Euro mehr – zuzüglich der einmaligen Gebühr in Höhe von 23,60 Euro für den Austausch der Tonne – kann an Stelle der 60 Liter fassenden Biotonne die doppelt so große Tonne mit 120 Litern genutzt werden.
Text und Bild: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße








