Der klimagerechte Begegnungsraum im Zentrum von Edenkoben nimmt weiter Form an und wird nun Schritt für Schritt an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst: Ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten auf dem Werner-Kastner-Platz machten sich rund 40 Interessierte am Mittwoch, 15. April bei einer Baustellenbegehung. Stadtbügermeister Daniel Poth, Kristina Schneider, Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde Edenkoben, Landschaftsarchitektin Dr. Ulrike Sacher, Stadtratsmitglied Helmut Schwehm und Andreas Wagner von ALM GaLaBau freuten sich über die große Ressonanz wie auch über den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Stadtbürgermeister Daniel Poth lieferte einen ersten Einblick in die KIPKI-Maßnahme. Im Januar 2024 hatte die Stadt unter der Federführung von Helmut Schwehm und Landschaftsarchitektin Dr. Ulrike Sacher die Projektskizze „Schafsplatz“ beim KIPKI-Wettbewerb „Innovative Klimaschutz-Projekte in den Kommunen und Städten des Landes Rheinland-Pfalz“ eingereicht – im Juni 2024 dann die Nachricht des Gewinns. Acht Monate später brachte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther bei ihrem Besuch einen Förderbescheid in Höhe von rund 310.000 Euro mit. Dank der Fördermittel wird der Werner-Kastner-Platz nun schöner, grüner und an heißen Sommertagen schattiger, freute sich Poth über die bessere Aufenthaltsqualität – eine tolle Bereicherung.
Auf die zentralen Inhalte des Konzeptes ging Helmut Schwehm ein: mehr Begrünung, mehr schattenspendende Elemente, eine verbesserte Aufenthaltsqualität und ein nachhaltig weiterentwickelter, bestehender Raum. Zum Zeitpunkt der Planung und Einweihung (2010) seien die Herausforderungen des Klimawandels noch nicht angemessen berücksichtigt gewesen. Die klimagerechte Ertüchtigung des ehemaligen Schafsplatzes sei gut für die Luftqualität und für Kühlungseffekte, für verbesserte Biodiversität und Begegnungsqualität. Es wird grün, bestätigte auch Dr. Ulrike Sacher und freute sich über das neue Schatzkästel in der Innenstadt: begrüntes Geländer und begrünte Pergola, ersetzte und umgepflanzte Bäume, fachgerechte Umgestaltung der Baumscheiben, Fassadenbegrünungen, Baumpflanzungen im Bachbett, erweiterte Sitzgelegenheiten, öffentlicher Bücherschrank, Fahrradständer. Die damals ausgesuchten, nicht klimagerechten Bäume hatten zu wenig Lebensraum im Wurzelbereich, erschwerend hinzu kam auch das zusätzliche Befahren der Baumscheiben.
Gelerntes neu umzusetzen, das sei nun 16 Jahre später möglich, bestätigte Andreas Wagner von ALM GaLaBau. Beim kleinen Rundgang berichtete Wagner vom Bewässerungssystem, von den umgepflanzten Bäumen am Maifeld, von den ausgesuchten, rankenden Pflanzen mit insektenfreundlichen Blüten und von den anstehenden Pflanzungen von insgesamt elf Bäumen, die bis Ende April an ihrem neuen Platz sein sollen.
Im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sprach Poth von einem tollen Langzeitprojekt, das Erfahrungen der vergangenen Jahre bündle und einen attraktiven, klimaangepassten Aufenthaltsort schaffe. Wenn alles glatt laufe, dann könne ab Mai der Wochenmarkt wieder auf dem Werner-Kastner-Platz stattfinden. Die erweiterten Sitzgelegenheiten, Fassadenbegrünungen der städtischen und privaten Häuser – auch die Sparkasse hat sich einer solchen Begrünung in eigener Zuständigkeit angeschlossen -, Bücherschrank, wie Fahrradständer und die erweiterten Sitzgelegenheiten werden folgen.
Text und Bild: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben










