Die Gleichstellungsbeauftragten der Region – Lisa-Marie Trog (Landkreis Germersheim), Isabelle Stähle (Landkreis Südliche Weinstraße) und Laura Hess (Stadt Landau) machen gemeinsam auf das wichtige Angebot „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt“ in Rheinland-Pfalz aufmerksam. Ziel ist es, betroffenen Frauen und generell allen Menschen ab 14 Jahren einen sicheren, niedrigschwelligen Zugang zu medizinischer Versorgung und Beweissicherung zu ermöglichen, ohne die Verpflichtung, eine Strafanzeige zu erstatten.
Das Angebot gewährleistet, dass gewaltbetroffene Personen sich in teilnehmenden Kliniken kostenlos und unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht behandeln lassen können. Zudem besteht die Möglichkeit, Spuren gerichtsverwertbar und vertraulich sichern zu lassen, um diese bei einer späteren Entscheidung für eine Anzeige nutzen zu können.
„Es ist uns ein großes Anliegen, dieses Angebot noch stärker in der Südpfalz bekannt zu machen“, betonen die Landräte Martin Brandl (GER) und Dietmar Seefeldt (SÜW) sowie Landaus Oberbürgermeister Dominik Geißler. Die Verwaltungschefs halten das Angebot der „Vertraulichen Hilfe nach Gewalt“ für unerlässlich, weil es Betroffenen direkte Unterstützung biete.
Die Gleichstellungsbeauftragten ergänzen: „Viele Betroffene wissen nicht, dass sie sich medizinisch versorgen lassen können, ohne direkt eine Anzeige erstatten zu müssen. Diese Information kann Hemmschwellen abbauen und dazu beitragen, dass Frauen sich Hilfe holen.“ Krankenhäuser seien häufig eine der ersten Anlaufstellen nach Gewalterfahrungen. „Umso wichtiger ist es, dass Betroffene dort sensibel begleitet werden und die Möglichkeit haben, Spuren sichern zu lassen – auch ohne sofortige rechtliche Schritte einleiten zu müssen“, so Trog, Stähle und Hess.
Zugleich unterstreichen die Gleichstellungsbeauftragten die Bedeutung der Selbstbestimmung: „Die vertrauliche Spurensicherung gibt Frauen die Zeit, die sie brauchen. Sie können sich auch später noch für oder gegen eine Anzeige entscheiden; die dafür notwendigen Beweise sind gesichert.“
Je früher Betroffene eine der beteiligten Kliniken aufsuchen, desto besser können Verletzungen dokumentiert und Spuren gesichert werden. Diese werden über mehrere Jahre hinweg geschützt aufbewahrt und nur mit ausdrücklicher Zustimmung an Ermittlungsbehörden weitergegeben.
Neben der medizinischen Versorgung wird auf Wunsch auch der Kontakt zu regionalen Unterstützungsangeboten vermittelt, die bei der Verarbeitung des Erlebten helfen und bei weiteren Schritten beraten.
Das Angebot ist kostenfrei, vertraulich und steht allen Menschen ab 14 Jahren offen, die von sexualisierter oder häuslicher Gewalt betroffen sind.
Eine Übersicht über die teilnehmenden Kliniken in Rheinland-Pfalz ist unter https://mffki.rlp.de/themen/frauen/gewalt-gegen-frauen-und-maedchen/vertrauliche-hilfe-nach-gewalt zu finden. Die nächste Anlaufstelle in der Südpfalz ist das Vinzentius-Krankenhaus in Landau.
Kontakt:
Für Rückfragen stehen die Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie der Stadt Landau zur Verfügung.
Landkreis Germersheim: www.kreis-germersheim.de/gleichstellung
Landkreis Südliche Weinstraße: www.suedliche-weinstrasse.de/gleichstellung
Stadt Landau in der Pfalz: https://www.landau.de/Verwaltung-Politik/Gleichstellungsstelle/
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie der Stadt Landau in der Pfalz.














