Am 14.04.2026 wurde auf Initiative der Paul-Gillet-Realschule das Theaterstück „Brauner Teufel“ aufgeführt, zu dem auch über 150 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Edenkoben eingeladen waren. Im Mittelpunkt steht eine ungewöhnliche Darstellung Adolf Hitlers, gespielt von Peter Miklusz, der sich nach seinem Suizid in der Hölle wiederfindet und sich dort mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss. Dort beginnt ein intensiver Dialog mit einer Stimme aus dem Off (Daniela Miklusz), die auf Texten der jüdischen Psychoanalytikerin Alice Miller basiert.
Die Stimme konfrontiert „Hitler“ mit Fragen zu seinem Leben, insbesondere zu seiner Kindheit und Persönlichkeit. Anfangs selbstsicher, gerät er zunehmend in Widersprüche und wird rhetorisch in die Defensive gedrängt. Dabei wird deutlich, dass er selbst den Maßstäben, die er anderen auferlegte, nicht gerecht wurde. Im Verlauf des Stücks steigert sich die emotionale Intensität.
„Hitler“ reagiert mit Wut, Geschrei und Propagandaparolen auf die Vorwürfe, kann jedoch nicht verhindern, dass seine Schwächen und Widersprüche offenbart werden. Auch seine Rolle als Diktator wird kritisch beleuchtet: Er prahlt damit, Menschen manipuliert und für seine Zwecke instrumentalisiert zu haben, insbesondere die Jugend. Dabei wird deutlich, wie gefährlich ideologische Verführung wirken kann. Das Publikum wird immer wieder direkt einbezogen, was die Wirkung zusätzlich verstärkt. „Hitler“ stellt Fragen und testet die Reaktionen der Jugendlichen, wodurch sie aktiv mit der Thematik konfrontiert werden.
Insgesamt überzeugt die Darstellung durch ihre Intensität und die schauspielerische Leistung von Miklusz, die das junge Publikum nachhaltig beeindruckt hat. Das Stück regt dazu an, sich kritisch mit Macht, Ideologie und Verantwortung auseinanderzusetzen und zeigt, wie gefährlich Manipulation und Extremismus sein können.
Text und Bild: Gymnasium Edenkoben












