Vor-Tour der Hoffnung kommt in die Südpfalz – Stationen in Maikammer und Offenbach an der Queich

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Es ist eine Premiere: Vom 21. bis 23. Juli gastiert die sogenannte Vor-Tour der Hoffnung erstmals in der Pfalz. 120 Radfahrerinnen und Radfahrer werden – unterstützt von rund 30 Begleitpersonen – etwa 280 Kilometer radeln und dabei Spenden sammeln.

Die Erlöse gehen zu 100 Prozent an krebskranke und hilfsbedürftige Kinder. Beim Pressegespräch in der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße am Donnerstag stellten die Organisatoren die Spendenaktion und das bunte Programm für Maikammer und Offenbach an der Queich – zwei der 16 Haltepunkten in der Pfalz – für Freitag, 21. Juli, vor. Auch ein Überraschungsgast kam zu Wort: Ex-Profiboxer Sven Ottke, der die gute Sache gerne unterstützt.

Für Landrat Dietmar Seefeldt ist die Vor-Tour der Hoffnung schon jetzt ein großer Erfolg. Allein beim Kreisempfang, zu dem im Juni Bürgerinnen und Bürger des Landkreises sowie Funktionsträger aus unterschiedlichen Bereichen eingeladen waren, sind stolze 7000 Euro zusammengekommen, hauptsächlich durch eine Spende eines Unternehmers aus der Region. „Das ist ein tolles Vorzeichen für die Tour in zwei Wochen und lässt hoffen, dass noch viele weitere Spenden für die Kinder eingehen“, so der Landrat.

Das Geld geht an Institutionen in ganz Rheinland-Pfalz und soll auch in die Region fließen, unter anderem an das Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen, wie Hans-Josef Bracht, 2. Vorsitzender des Vereins Vor-Tour der Hoffnung e.V., berichtete. Darüber hinaus geht ein Teil der Erlöse an Krebsforschungseinrichtungen sowie an Kinderhilfsprojekte im Ausland. Allein im Jahr 2022 wurden rund 700.000 Euro „erradelt“ – zwei Drittel davon haben die Radfahrenden während ihrer Touren generiert, ein Drittel wurde bei Spendenaktionen gesammelt.

Hilfreich, darin waren sich alle einig, sind dabei prominente Gesichter, die auf die Aktion aufmerksam machen. Sven Ottke, früher im Boxring erfolgreich, schwingt sich seit geraumer Zeit auf den Sattel, um für die Vor-Tour zu trainieren. Nicht nur das: „Ich komme sogar extra früher aus meinem Urlaub zurück, damit ich an allen drei Tagen mitradeln kann“, berichtete der Ex-Profi-Boxer beim Gespräch in der Herausgeberin: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße

Kreisverwaltung SÜW. Neben ihm werden noch weitere Prominente aus den Bereichen Sport, Politik, Medizin, Showbusiness und Wirtschaft mit dabei sein. Auch Landrat Dietmar Seefeldt, Bürgermeisterin Gabriele Flach und Bürgermeister Axel Wassyl werden auf Teilstrecken der von der Polizei begleiteten Tour mitradeln.

Das Programm
Los geht’s am Freitag, 23. Juli, morgens in Bad Dürkheim, wo die 121 Kilometer lange Rundtour am Abend wieder enden wird. In Offenbach halten die Radfahrenden nach diversen Stopps gegen 15.05 Uhr am Museumsplatz.

Laut Axel Wassyl, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach und selbst begeisterter Radfahrer, ist für die Seniorinnen und Senioren im Ort ein gemeinsames Mittagessen am Vorplatz des Museums geplant, Beginn ist um 11 Uhr. Außerdem werden Cheerleader des TVO Offenbach sowie eine Einradgruppe aus Essingen die Radlerinnen und Radler begrüßen. Auch die „Riding Santas“, die motorradfahrenden Weihnachtsmänner, werden als motorisiertes Pendant vor Ort sein, ebenso der FCK-Fanclub „Die Giggsdeifel“. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

In Maikammer erreichen die Radfahrenden ihr Zwischenziel am Marktplatz gegen 16.45 Uhr. Dort sorgt die Band „Acoustic Vibration“ ab 16.30 Uhr für Stimmung. Auch bei diesem Stopp ist natürlich für dieVerpflegung gesorgt. „Wir wollen daraus mindestens ein kleines Weinfest machen“, kündigte Jochen Glas, der Vor-Tour-„Kümmerer“ für Maikammer, an. Gabriele Flach, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Maikammer, hofft auf viele Menschen, die die Benefizradler empfangen und mit ihren Spenden der guten Sache einen Schub geben.

Natürlich entließ der Landrat die Radfahrer nach dem Pressegespräch nicht mit leeren Händen: Er überreichte ihnen einen Scheck mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro aus Mitteln der Stiftung der Sparkasse Südpfalz.

Hintergrund
Aber warum heißt die Vor-Tour der Hoffnung eigentlich Vor-Tour? Die Idee dazu entstand 1996, als der damalige Verkehrsdirektor der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Jürgen Grünwald, mit dem Rennrad zum Start der deutschlandweiten Tour der Hoffnung nach Gießen zu fahren, um dort einen „Startscheck“ zu übergeben. Seitdem wurde nahezu jedes Jahr eine solche Vor-Tour organisiert. Aus damals zwei Radfahrern sind mittlerweile rund 120 Teilnehmende geworden.

Dass die Aktion nun auch in der Pfalz realisiert wird, ist auch ein Verdienst von Rudi Birkmeyer. Er verbringt aktuell nach eigenen Angaben etwa 60 Stunden pro Woche damit, die Vor-Tour in der Region zu organisieren, wobei er auf ein großes Netzwerk, vor allem auch in den sozialen Medien, zurückgreifen kann.

Er ist auch der „Kümmerer“ für die Aktion in der Verbandsgemeinde Offenbach.

Wie Dieter Saueressig, Mitglied des Vereins Vor-Tour der Hoffnung e.V., berichtete, war bereits für 2020 eine Strecke in der Pfalz vorgesehen, doch Corona machte den Planern einen Strich durch die Rechnung. Verschiedene Ortsgemeinden seien dann für dieses Jahr angesprochen worden, am Ende stehen nun 16 Haltepunkte.

Weitere Infos gibt’s unter www.vortour-der-hoffnung.de

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