Projekt Gemeindeschwester plus geht weiter: Landessozialminister Alexander Schweitzer übergibt Landkreis Förderbescheid

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Die wertvolle Arbeit der Fachkräfte Gemeindeschwester plus ist im Landkreis Südliche Weinstraße für dieses und das kommende Jahr gesichert: Alexander Schweitzer, rheinland-pfälzischer Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, hat Landrat Dietmar Seefeldt einen entsprechenden Förderbescheid überreicht. Der Kreis erhält 189.000 Euro, verteilt auf die Jahre 2023 und 2024.

Alexander Schweitzer, Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz: „Das Angebot Gemeindeschwester plus ist aus Rheinland-Pfalz nicht mehr wegzudenken. Es wird von den hochbetagten Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Sie fühlen sich eher gesehen, sicherer und weniger einsam.

Die Fachkräfte Gemeindeschwester plus bringen Zeit zum Zuhören mit und beraten Hochbetagte individuell, um ihnen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen. Der Landkreis Südliche Weinstraße setzt das Angebot bereits seit 2015 erfolgreich um. Das Land unterstützt die Kommunen, indem Personalkosten
finanziert werden.“

Landrat Dietmar Seefeldt betont: „Angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft ist es unerlässlich, dass wir passende Strukturen schaffen, damit die Seniorinnen und Senioren in unserem Landkreis auch im Alter gut leben können. Da zählt jeder Baustein – und ein wichtiger Baustein ist das Projekt Gemeindeschwester plus.“

Die Fachkräfte Gemeindeschwester plus helfen, mögliche Hemmschwellen und Hindernisse zu überwinden und zielgerichtete Angebote für nicht pflegebedürftige Menschen über 80 Jahren zu entwickeln. Seefeldt: „Die Fachkräfte pflegen den direkten Kontakt zu den
Bürgerinnen und Bürgern, beraten neutral und kostenlos und unterstützen, bevor eine
Pflegebedürftigkeit eintritt.“ Dass das Projekt weiter gefördert werde, sei hocherfreulich, so Seefeldt.

Von Anfang an dabei
Seit Beginn 2015 beteiligt sich die Kreisverwaltung am Landesprojekt. Seit Juli 2021 sind drei Fachkräfte Gemeindeschwester plus fest und unbefristet im Demografiereferat angestellt. Die Verbandsgemeinde Maikammer ist der Fachkraft aus Neustadt zugeordnet, die Fachkraft der Stadt Landau betreut auch die Verbandsgemeinde Landau-Land.

Auch Patricia Niederer, als Fachkraft Gemeindeschwester plus für die Verbandsgemeinden Edenkoben und Herxheim zuständig, freut sich über die Zuwendung des Landes. Das Angebot werde gut angenommen. Sie berichtete, dass sich insbesondere alleinlebende Seniorinnen und Senioren bei den Fachkräften meldeten.

„Im Mittelpunkt steht der präventive Hausbesuch“, ergänzt Pflegestrukturplanerin
Kathrin Keller, ebenfalls im Demografiereferat der Kreisverwaltung tätig. Im Fokus stehe, die Gesundheit und Selbständigkeit zu erhalten und zu fördern. Dabei gehe es unter anderem um Fragen der Ernährung, Vermeidung von Stürzen sowie Förderung der Sozialen Teilhabe.

Gefördert werden Personalausgaben für höchstens 1,5 Stellen einer Fachkraft Gemeindeschwester plus, die mit mindestens zwei Personen zu besetzen sind.

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