Barrierefreiheit in Landau: Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen

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Matthias Rösch und städtischer Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen besuchen Zoo Landau

Landau war jetzt Station auf der Inklusionstour des Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen Matthias Rösch. Gemeinsam mit dem Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen der Stadt Landau um Vorsitzenden Andreas Boltz besuchte Rösch dabei unter anderem den Neubau des Gesundheitszentrums Medivicus, den Zoo Landau und das Radiostudio von Antenne Landau. Beim Abschlussgespräch mit Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron im Rathaus zogen der Beirat und der Landesbeauftragte ein weitgehend positives Fazit ihrer Tour durch die Stadt.

„Seit Anfang 2020 ist uns der erste Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention Richtschnur und Leitlinie, wenn es um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben geht“, so Bürgermeister Dr. Ingenthron. „Nun gilt es – wie bei diesem aktuellen Besuch –die Umsetzung regelmäßig zu überprüfen und voranzutreiben. Lokal übernimmt diese Prüfungen die vom Behindertenbeirat eingerichtete ‚Arbeitsgruppe Aktionsplan‘. Diese ist bereits seit Monaten in ihrer Arbeitsphase zu allen Handlungsfeldern tätig, die darin erarbeiteten Maßnahmen konkret unter die Lupe zu nehmen, um hierbei festzustellen, ob und wie genau Maßnahmen unter dem vorgesehenen Zeitplan bereits umgesetzt werde konnten oder sich in der Umsetzungsphase befinden. Die Fortschreibung des Aktionsplanes für die Jahre 2025 bis 2029 soll dabei ein weiteres großes Zwischenziel bei der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Landau sein. Vielen Dank an Herrn Rösch und die Beiratsmitglieder für dieses wertvolle Engagement.“

Bei der Führung durch den Zoo mit Revierinspektor Gregor Müller wurden Rösch und die Beiratsmitglieder von den Beigeordneten Lukas Hartmann und Jochen Silbernagel begleitet. Der Schwerpunkt der Führung lag auf den Maßnahmen für eine bessere Barrierefreiheit des Zoos. Dazu zählen beispielsweise automatisch öffnende Türen zu Affen- und Vogelhaus, barrierefreie Toiletten, Kontraststreifen für die Orientierung von Sehbeeinträchtigten an Türen und Wänden, bodentiefe Einblickscheiben an den Gehegen und ein Überblicksplan auf dem Steigungen über sechs Prozent und Treppen gekennzeichnet sind.

„Landau soll für alle Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch alle Besucherinnen und Besucher attraktiv sein“, betont Tourismusdezernent Silbernagel. Dazu sei die Barrierefreiheit ein wichtiges Schlüsselelement. Gerade im Zoo habe man diesbezüglich in den vergangenen Jahren u.a. mit Hilfe des Förderprogramms aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz baulich schon einiges verbessert und auch spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung im Zooprogramm verankert sowie einen Zooführer in Leichter Sprache gestaltet. „Perfekt ist der Zoo bei der Barrierefreiheit noch nicht, aber wie die Mitglieder des Beirats für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung jetzt bestätigt haben, sind wir auf einem guten Weg“, so der Zoodezernent.

Pressemitteilung der Stadt Landau in der Pfalz.