Futuristisch, elegant und edel

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Hainfelder Weingut Bernhard Koch eröffnet neue Vinothek

HAINFELD – lam – Futuristisch, elegant und edel! So zeigt sich die neue Vinothek des Weinguts Bernhard Koch in Hainfeld. Am vergangenen Freitag übergab Architekt Peter Rheinwalt aus Edesheim den symbolischen Schlüssel im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit geladenen Gästen an Bernhard Koch, dessen Frau Christine und die Söhne Alexander und Konstantin. Ab dem 8. September ist die Vinothek auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. 

Gebaut wurde von Anfang 2017 bis Anfang September 2021.
Ins Auge fallen insbesondere die hellen Steinplatten aus gelbem Natursandstein, mit denen das zu einem Großteil aus Stahlbeton gefertigte Gebäude verkleidet wurde. Großzügige Fensterflächen sorgen für viel Helligkeit im Innenbereich. Die große gelbe Eingangstür, über der der Schriftzug „Bernhard Koch“ prangt, führt ins Innere, wo moderne runde Deckenleuchten das besondere Ambiente mit ausmachen. 

Ein Highlight die beiden durchsichtigen Bodenplatten, die einen Blick in den Keller gewähren. Die Theke wurde aus dunklem Holz gestaltet, dass aber in keiner Weise erdrückend wirkt, dazu passend die in hellerem Holz gehaltenen Hochtische.
Eine Galerie an der Seitenwand zeigt das auf das Jahr 1610 datierte Familienwappen, dazu Etiketten aus den Anfängen des Flaschenweinverkaufs im Weingut bis hin zu Etiketten neuester Generation. 

„Wir wollten auch etwas den Charme der bisherigen Vinothek mit hinübernehmen. Das war uns wichtig“ sagt Konstatin Koch, der darauf verweist, das hier auch Weine von Gastwinzern angeboten werden. 

Im großräumig aufgeteilten Keller sind der Barrique-, der Holzfass- und der Weißweinkeller untergebracht. Ebenso lagern hier die Sekte, das besondere Steckenpferd Bernhard Kochs. Das Erdgeschoß beherbergt die Vinothek mit zahlreichen Sitzplätzen, auch im Außenbereich. Dazu kommen das Kelterhaus, das Fasslager und die Maschinenhalle. Im Zwischenstockwerk wurden zwei Wohnungen integriert, die auch von Auszubildenden bewohnt werden können, falls diese von einem weiter entfernten Wohnort kommend, bei der Familie Koch lernen wollen.
Im Obergeschoß wird künftig in drei Büroräumen gearbeitet. Über der Maschinenhalle bezieht Alexander Koch seine neue Wohnung. Der groß gestaltete Seminarraum steht für Events rund um das Thema Wein zur Verfügung. Hierzu werden auch immer mal wieder namhafte Gastronomen eingeladen. 

Peter Rheinwalt wartete mit einigen beeindruckenden Zahlen auf. So wurden 950 Kubikmeter Erdreich ausgehoben, was rund 950 LKW-Ladungen entspricht. 2.600 Kubikmeter Beton und circa 310.000 Kilo Stahl wurden auf rund 1.350 Quadratmetern Grundfläche zu einer Wohn- und Nutzfläche von 3.400 Quadratmetern verbaut.
„In unserem Weingut stehen die Kunden im Mittelpunkt. Hier können sie sehen und spüren wie wir Wein produzieren“ führte Bernhard Koch aus und fügte an: „Arbeit soll Spaß machen, für uns und unsere Mitarbeiter, das ist unser Credo.“ 

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Thomas Gebhart zeigte sich sehr beeindruckt. „Ich bin begeistert. Es ist traumhaft und praktisch zugleich. Eine wunderbare Kombination.“ Einen Lacherfolg heimste er ein, als er einen Politikspruch zum Besten gab. „Beim Wein ist es wie in der Politik: Man merkt erst hinterher welche Flaschen man gewählt hat. Hier bei Bernhard Koch weiß man aber schon vorher, dass man immer etwas sehr gutes wählt!“ 

Landrat Dietmar Seefeldt hatte es besonders die Terrasse angetan, von der aus man einen herrlichen Blick zur Rietburg und zur Annakapelle genießt. „Hier ist ein echtes Juwel entstanden. Die Zukunft dieses über die Grenzen hinaus bekannten Weingutes ist gesichert!“. 

Ortsbürgermeister Wolfgang Schwarz ist stolz darauf, was bei den Kochs neues entstanden ist. Er zitierte den altgriechischen Tragödiendichter Euripides. „Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens!. Genau das wird hier bei euch sicher nicht passieren.“
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von dem als Guitar-Man bekannten Edgar Zimmermann aus Landau.

Bilder: Heinz Lambert