“Vom Rhein zum Wein”: Entschlossen vorangehen für eine handlungsstarke Region

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Kommunen aus der Südpfalz bewerben sich gemeinsam als neue LEADER-Region

Es geht auch in diesen Zeiten gemeinsam: Die Verbandsgemeinden Maikammer, Edenkoben,
Rülzheim, Bellheim, Lingenfeld und die Stadt Germersheim richten den Blick voraus und bewerben sich geschlossen als neue LEADER-Region beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes um die Anerkennung und Unterstützung ihrer Ziele in der neuen EU-Förderperiode, die in Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 starten soll.

„LEADER“ steht für den französischen Ausdruck „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ („Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“) und ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen schließen sich hierzu zusammen und erarbeiten Entwicklungskonzepte. Über LEADER können Menschen vor Ort in ihrem Dorf oder ihrer Gemeinde als Gruppe eigene Projekte umsetzen und werden dabei von der EU, dem Bund und dem Land finanziell unterstützt.

In diesem Zusammenhang läuft derzeit ein Interessenbekundungsverfahren des Landes Rheinland-Pfalz für die neue Förderperiode. Der Zusammenschluss der sechs Kommunen unter dem Motto „Vom Rhein zum Wein“ hat zum Ziel, für die nördliche Südpfalz eine ganzheitliche Entwicklungsstrategie in den Bereichen „Wirtschaft und Tourismus“, „Naturlandschaft und Landbewirtschaftung“, „Dorf- und Stadtentwicklung“ sowie „Umwelt- und Klimaschutz“ zu erarbeiten, mit dem Ziel, auf dieser Grundlage als LEADER-Region anerkannt zu werden. „Wir wollen Themen und Herausforderungen unserer Kommunen in den unterschiedlichsten Themenfeldern gemeinsam in einer handlungsstarken LEADER-Region angehen. Zusammen können wir viel bewirken“, so die Führungsspitzen der beteiligten Kommunen.

Bürgermeisterin Gabriele Flach ist davon überzeugt, dass „die Teilnahme am LEADER-Maßnahmenprogramm von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung der Verbandsgemeinde, aber auch der Region insgesamt ist. Bereits 2019 wurden erste Vorgespräche geführt. Für mich stand immer außer Frage, dass wir uns in diesen Prozess einklinken und die Möglichkeit mitzumachen nutzen müssen, damit unsere Verbandsgemeinde für die Zukunft gut aufgestellt bleibt. In den letzten Jahren hat sich unsere Region immens weiterentwickelt. Darauf können wir stolz sein. LEADER eröffnet nun die Möglichkeit, dass auch die Bürgerinnen und Bürger selbst zur guten Entwicklung der Heimat, in der sie leben und arbeiten, beitragen können. Wir folgen der klaren Zielsetzung, die Verbandsgemeinde Maikammer mit ihren drei Ortsgemeinden auf dem touristischen Sektor und auch darüber hinaus immer weiter voranzubringen.“