First Responder wollen neues Einsatzfahrzeug beschaffen

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Erste-Hilfe-Gruppe „Gommersheim&Gäu“ hofft auf großzügige Spenden
GOMMERSHEIM – lam –

Seit dem 1. Juli 2013 haben die First Responder „Gommersheim&Gäu“ in mittlerweile mehr als 630 Einsätzen erste Hilfe geleistet. In diesem Jahr rückte das Team schon 34 Mal aus. Dabei stets dabei war das Einsatzfahrzeug der Marke Nissan, Modell Qashqai. Dieses ist sechs Jahre alt und weist eine Laufleistung von nur 33.000 Kilometern auf. Zuletzt hat es einen Unfallschaden am Heck davongetragen, was die First Responder dazu bewegt sich um Ersatz zu bemühen. Die Einsatzfähigkeit des Autos und damit die der Erste-Hilfe-Gruppe ist trotz des Schadens gewährleistet. 

„Man könnte natürlich auch eine Reparatur durchführen lassen, doch wir denken es macht in dieser Situation einfach mehr Sinn ein neues Fahrzeug mit einer komplett neuen Rettungsausstattung anzuschaffen“ erklärt Gruppenleiter Steffen Rauls die Intention zum Neukauf. Der 2015 gegründete Förderverein der Responder will das Vorhaben mit einem mittleren vierstelligen Betrag unterstützen, sagt dessen 1. Vorsitzender Michael Spindler. Da die Mitglieder und das Team als solches, für ihre Einsätze keine finanziellen Leistungen erhalten, wurde der Förderverein gegründet, der Geld- und Sachspenden generiert und auch mit anderen Aktivitäten hilft.  

Da die Anschaffungskosten für das neue Einsatzfahrzeug, einen Ford Kuga, inclusive der Ausstattung bei rund 39.000 Euro liegen, wenden sich die First Responder an die Öffentlichkeit und hoffen so genügend Spenden zu bekommen. Der Nissan soll verkauft werden und der Erlös in die Neubeschaffung fließen. „Ich denke schon, dass sich ein Käufer finden lässt, der das Fahrzeug in Stand setzen lässt und dann für den täglichen Bedarf nutzt“ so Steffen Rauls.  

Wer sind eigentlich die First Responder? Das System stammt aus den USA. Die deutsche Bezeichnung ist der „Helfer vor Ort” (HvO). Hierbei unterstützt ehrenamtliches Sanitätspersonal den hauptamtlichen Rettungsdienst bei örtlichen Notfällen. Die Responder sind Teil der bekannten Rettungskette, bestehend aus Polizei, Feuerwehr und Ärzten. Ein Helfer vor Ort soll bei Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen eines weiteren qualifizierten Rettungsmittels mit basismedizinischen Maßnahmen überbrücken. Im Falle der Gruppe „Gommersheim & Gäu“ ist es das Ziel innerhalb des Einsatzgebietes, dass sich über die Ortschaften Gommersheim, Altdorf, Böbingen, Duttweiler, Freimersheim und Geinsheim erstreckt, in drei bis fünf Minuten an der Unfallstelle zu sein und Erste-Hilfe Maßnahmen vorzunehmen. Der Dienst, der Helfer ist für die Bevölkerung kostenlos. Sämtliche Kosten für die Unterhaltung des Einsatzfahrzeuges, der Ausbildung des Personals, die Beschaffung von medizinischem Gerät und die Bekleidung werden über Spenden finanziert. 

Wer dazu beitragen will, dass die Gruppe ein neues Fahrzeug bekommt und auch ihre sonstigen Aufgaben weiter erfüllen kann, hilft am besten mit einer Spende auf die Konten bei der VR Bank Südpfalz (IBAN: DE07 5486 2500 0004 9245 92) oder der Sparkasse Südliche Weinstraße (IBAN: DE02 5485 0010 1700 2047 77). Infos zu den First Respondern gibt es im Netz unter www.first-Responder-Gommersheim.de Weitere Fragen beantwortet Tatjana Immel, zweite Vorsitzende des Fördervereins, gerne telefonisch (0162/6959039).

Steffen Rauls, dessen Team eine breite Altersstruktur von 21 bis 71 Jahren hat, freut sich über neue Mitstreiter. „Wir suchen stets nach aktiven Mitgliedern. Diese benötigen keine medizinischen Vorkenntnisse, werden diese doch im Rahmen der von uns durchgeführten Ausbildung vermittelt.“ 

Reanimation“ erklärt Tatjana Immel. „Wir werden bei Corona-Verdacht erst gar nicht alarmiert. Damit will man unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor der Gefahr einer Infektion schützen. Nur wenn zum Beispiel ein Unfall passiert und sich herausstellt, dass das Unfallopfer eventuell infiziert ist, sind wir betroffen. Da unser Fahrzeug die für Corona-Fälle notwendige Schutzausrüstung an Bord hat, sind wir aber gut gerüstet und können im Ernstfall sofort reagieren“ stellt Immel fest.