Coronavirus: Beantragung Soforthilfe des Bundes – Seefeldt fordert mehr Unterstützung vom Land

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Um kleine Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige freier Berufe zu entlasten, die aktuell unter den Auswirkungen der weltweiten Corona-Krise zu leiden haben und deren Existenzen aufgrund der geltenden Einschränkungen bedroht sind, hat der Bund ein Hilfsprogramm auf den Weg gebracht. Die Mittelstandsberatungs- und Betreuungsgesellschaft Südliche Weinstraße mbH (MBB) weist daraufhin, dass die Beantragung der Soforthilfen aufgrund der Corona-Krise ab sofort ausschließlich über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) möglich ist. 

Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (=Vollzeitäquivalente!) können bis zu 9.000 Euro erhalten. Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten können im Rahmen des Soforthilfeprogramms einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro beantragen. Anträge für die Soforthilfe sind ab sofort möglich und werden von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz entgegengenommen. 

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen finden sich auf der Internetseite der ISB unter www.isb.rlp.de sowie unter https://isb.rlp.de/fileadmin/user_upload/Foerderprogramme/Corona/Vorab-Informationen_zum_Antragsverfahren.pdf oder https://isbrlp-my.sharepoint.com/:f:/g/personal/coronahilfeisb_isb_rlp_de/EtiSeNjv5-VOu9G0OEXDWhgBnTbDfWB_vmw2aGd7RJziHw?e=ntj6II. 

Auch das Land Rheinland-Pfalz hat ein Hilfspaket mit Sofortdarlehen auf den Weg gebracht. Antragsstellungen sollen in den kommenden Tagen möglich sein. Allerdings wenden sich bereits jetzt in einer gemeinsamen Initiative Landrätinnen und Landräte, Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie der Bezirkstagsvorsitzende der Pfalz mit der dringenden Bitte an die Landesregierung, die Finanzhilfen für kleinere und mittlere Unternehmen, insbesondere aus der Gastronomie- und Hotelbranche, nochmals zu erweitern. Die Sorge um die Tourismusregion Pfalz vereint die Vertreterinnen und Vertreter der Landkreise Südliche Weinstraße, Germersheim, Bad Dürkheim, Donnersberg, Kusel, Kaiserslautern, Südwestpfalz und Rhein-Pfalz-Kreis, der Städte Landau, Neustadt, Speyer, Frankenthal, Ludwigshafen, Pirmasens, Kaiserslautern und Zweibrücken sowie des Bezirksverbands Pfalz. 

Grundlage für die pfalzweite Initiative sind die Forderungen, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Rheinland-Pfalz zur Rettung des Gastgewerbes im Land geäußert hat, darunter vor allem umgehende Soforthilfen anstelle der von der Landesregierung angekündigten Darlehen. „Auch bei uns im Landkreis Südliche Weinstraße wird deutlich, dass die Tourismusbranche unter der aktuellen Corona-Krise und den damit zusammenhängenden, gerechtfertigten Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen besonders zu leiden hat“, betont Landrat Dietmar Seefeldt. „Jeden Tag erreichen mich zahlreiche Hilferufe von Gastronomie- und Hotelbetrieben, die mit ihren Häusern kurz vor dem Aus stehen“. 

Eine Unterstützung für die touristische Infrastruktur in der Region sei zwingend notwendig, da diese für Rheinland-Pfalz – und ganz besonders für die Pfalz – von unschätzbar großer Bedeutung sei. „Vergleicht man die Hilfsangebote in Rheinland-Pfalz mit denen anderer Bundesländer, so sind diese deutlich reduzierter. Gleichzeitig hat das Land im neuen Haushalt aber 100 Millionen Euro für den Fall zurückgestellt, dass ein Corona-Impfstoff gefunden wird. Wir schlagen vor, zumindest einen Teil dieser Gelder jetzt einzusetzen. Wenn tatsächlich ein Impfstoff kommt, so wird dafür Geld sicherlich keine Rolle spielen. Die Gastronomie- und Hotelbranche braucht aber jetzt schnelle Hilfe, sonst sind diese für unser Land so wichtigen Strukturen unwiederbringlich verloren“, heißt es in einem offenen Brief an die Landesregierung, der auch von Landrat Dietmar Seefeldt unterzeichnet wurde. 

 

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