Umleitung über Kleinfischlingen wegen Kreiselbau Hochstadt in der zweiten und dritten Bauphase

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Kleinfischlingen -dnb- Interessierte und engagierte Kleinfischlinger: Der Einladung von Ortsbürgermeisterin Regina von Nida (parteilos) zur Einwohnerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus waren rund 70 Bürgerinnen und Bürger, nahezu ein Viertel der aktuell 314 Einwohner, gefolgt und zeigten damit ihr großes Interesse.
Die Einwohnerversammlung hatte auch Dieter Hutzel vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer genutzt, um die Kleinfischlinger über das Verkehrskonzept beim anstehenden Kreiselbau im Kreuzungsbereich B 272/L540 in Hochstadt zu informieren. Wie 2017 wird auch wieder eine Umleitungsstrecke für den Verkehr über Kleinfischlingen führen. Es sei vorgesehen, auch den Verkehr über die L 540 zu leiten: durch die Neustadter Straße in Hochstadt, Freimersheim tangierend und in Altdorf Richtung Venningen/Edenkoben. An der Kreuzung L 540/L507 bei Freimersheim werde die Straße Richtung Kleinfischlingen für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen (außer für Anlieger) gesperrt. Der von Edenkoben/Venningen aus kommende komplette Verkehr werde über Kleinfischlingen geleitet. Damit wird sozusagen für Fahrzeuge und LKW’s ab 3,5 Tonnen eine Einbahnstraßenregelung vorgenommen. Diese Umleitung wird laut LBM die Bauabschnitte 2 und 3 umfassen, die voraussichtlich im Spätsommer beginnen. In dieser Zeit werde in allen tangierten Ortsdurchfahrten eine Begrenzung auf 30 km/h sowie ein absolutes Halteverbot in beiden Richtungen gelten, so Hutzel. Ein Nachtfahrverbot für LKW’s gebe es auf diesen Strecken nicht, informierte er auf Anfrage weiter. Derzeit werde geprüft, ob in Kleinfischlingen und Essingen jeweils eine Bedarfsampel für Fußgänger, die vor allem ein sicheres Überqueren der Straße für Schulkinder ermöglichen soll, eingerichtet wird, was die Anwesenden auch als Forderung formulierten. Sowohl Ortsbürgermeisterin Regina von Nida als auch Dieter Hutzel hoffen auf die Vernunft
der Verkehrsteilnehmer. Hutzel betonte: „Wir sind nach wie vor bemüht, die beste Lösung zu finden. Wir müssen darauf achten, dass der Verkehr läuft und am Fließen gehalten wird“.
Im Zusammenhang mit dem durch Kleinfischlingen täglich fließenden Verkehr informierten von Nida und Hutzel, dass durch den LBM eine Lärmberechnung auf der Grundlage von Verkehrsmenge, Fahrbahnbelag, Geschwindigkeit und Abstand der Häuser zur Straße durchgeführt wurde um zu prüfen, ob eine grundsätzliche Temporeduzierung durch den Ort auf 30 km/h möglich sei. Die Prüfung sei nur den Lärm betreffend erfolgt, da bei 1688 Fahrzeugen pro Tag (zwischen 13 und 99 pro Stunde liegen die niedrigsten und die höchsten Werte) von der Verkehrsbelastung her gar keine Möglichkeit bestand, informierte Hutzel. Da die vom Land vorgegebenen Zahlen in dieser Berechnung nicht erreicht worden seien, wurde durch den LBM eine Temporeduzierung verneint, was auf deutliches Unverständnis stieß. Ortsbürgermeisterin Regina von Nida informierte, dass sich die Gemeinde nun an die Obere Verkehrsbehörde (das zuständige Ministerium, Anm. d. Red.) wenden möchte.