Grundstück für neues Feuerwehrhaus und Bauhof auf ehemaligem Hecker-Gelände

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Ein großes Thema der gut besuchten Einwohnerversammlung in Kleinfischlingen am Montagabend war die Situation bezüglich der Kindertagesstätten. Nachdem sich die Situation der Kleinfischlinger Kinder, die nach über 50 Jahren in Freimersheim in die in Edesheim neu zu bauende kommunale Kindertagesstätte hätten wechseln sollen, durch den Rückzug vom Kita-Bauvorhaben der Gemeinde Weyher wieder komplett gedreht hat, ist die Situation weiterhin unbefriedigend für alle. Ortsbürgermeisterin Regina von Nida erklärte, dass sich die Ortschefs der vier beteiligten Gemeinden der im Verbund agierenden Kindertagesstätten in Freimersheim (Kleinfischlingen und Freimersheim) sowie Altdorf-Böbingen erst am 9. März wieder zur Beratung getroffen haben und eine für alle passende Lösung gesucht werde. Dazu seien jedoch noch Ratsbeschlüsse der Trägergemeinden notwendig, so dass sich eine Lösung erst in etwa sechs Wochen abzeichne. Anwesende Eltern berichteten von ihren Nöten, ihre Kinder unterzubekommen, um die mit dem Arbeitgeber vereinbarte Wiederaufnahme der Arbeit umsetzen zu können. Von Nida bat in der schwierigen Zeit noch um etwas Geduld. „Sobald ich etwas weiß, schreibe ich euch allen ein Brief!“ versprach sie den betroffenen Eltern.

Bezüglich des vom Land angestrebten sehr umstrittenen Kita-Zukunfts-Gesetzes informierte von Nida, dass geplant sei, durch den Gemeinderat eine Resolution zu beschließen und diese mit anderen Gemeinden in Mainz vorzulegen.

Zur Kaltenbachbrücke informierte die Ortschefin, dass inzwischen ein anderes Ingenieurbüro mit der Ausschreibung betraut sei und es aufgrund anderer Berechnungen vielleicht doch etwas billiger kommen könnte. Um die angestrebten europäischen Fördermittel abschöpfen zu können, müssen drei Vergleichsangebote vorliegen, was Ende nächster Woche soweit sein soll. Sie hofft sehr, dass sich eine Firma findet, die die Maßnahme durchführen möchte. Von einigen Anwesenden angesprochen, ob denn nicht die Gemeinde Hochstadt beteiligt werden könnte, verneinte sie dies, da sich die Brücke vollkommen auf Kleinfischlinger Gemarkung befinde.

Von Nida teilte mit, dass die Freiwillige Feuerwehr Kleinfischlingen 2023 ein neues Feuerwehrauto erhalten soll. Da dies deutlich größer sei als das bisherige Fahrzeug müsse ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden. Dies liege in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde, jedoch müsse die Gemeinde das Grundstück dazu stellen. Dazu sei das ehemalige Hecker-Grundstück in der Großgasse auserkoren worden. Aufgrund dieser Maßnahme bestehe auch die Möglichkeit für die Gemeinde, einen neuen Bauhof zu verwirklichen, der den heutigen Anforderungen entspreche. Hier seien jedoch noch einige Gespräche zu führen.

Ein weiteres Thema waren die anstehenden Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai. Interessierte Kleinfischlinger Frauen und Männer waren in der Einladung aufgefordert worden, für den Gemeinderat zu kandidieren, der – nachdem die Gemeinde wieder mehr als 300 Einwohner hat – dann acht statt sechs Ratsmitglieder umfasse. In der Vorstellungsrunde erklärten sich drei Frauen und acht Männer aller Altersgruppen, darunter auch Neubürger, zur Kandidatur bereit, was für das sehr gute Miteinander spricht und die alle sehr positiv angenommen wurden. Ortsbürgermeisterin Regina von Nida kandidiert erneut.

Das Storchendorf Kleinfischlingen habe nun neben dem in der Poststraße ein zweites Storchennest, das in Gemeinschaftsleistung von Karl Kammermann und Edwin Bohl auf dem Gartengrundstück der Familie Kammermann errichtet wurde. Sie selbst habe schon drei Störche gesichtet, freute sich die Ortschefin. Gleichzeitig lud sie zum Vortrag Zug_Vogel_Mensch von Moritz Matschke über die Reise der letztjährigen Störche am 29. März ins Florum ein.

Die Kerwebesprechung mit allen Betreibern und interessierten weiteren Teilnehmern findet am Dienstag, 26. März um 19.30 Uhr im Rathaus statt.