Schnelles Internet: Bund bewilligt Landkreis Südliche Weinstraße Förderungen in Höhe von rund 35 Millionen Euro

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Der Bund stellt dem Landkreis Südliche Weinstraße für den Gigabitausbau Fördergelder in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurden alle fünf vom Landkreis gestellten Förderanträge bewilligt. „Das sind tolle Neuigkeiten für unseren Landkreis. Eine solche Summe kriegt man nicht alle Tage zugesagt.“

Er berichtet: „Zunächst hatten wir die Zusage für drei der von uns gestellten fünf Anträge erhalten, dann kamen noch die beiden anderen hinzu. Das war nicht unbedingt zu erwarten und freut uns umso mehr“, sagt Landrat Dietmar Seefeldt und bedankt sich beim Bund für
den Zuschuss. Somit könne eines der größten Infrastrukturprojekte in der neueren Geschichte der Südlichen Weinstraße angegangen werden, so der Landrat weiter. Karolin Söltner, Gigabit-Beauftragte des Landkreises Südliche Weinstraße, ergänzt: „Von der Förderung profitieren die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die bis jetzt nicht vom eigenwirtschaftlichen Ausbau profitieren können oder konnten beziehungsweise keinen HFC-Anschluss über Vodafone haben.“

Mit den Mitteln vom Bund sollen (voraussichtlich ab 2027) folgende Ortsgemeinden vollständig ausgebaut werden: Albersweiler, Annweiler-Bindersbach, Annweiler-Gräfenhausen, Gossersweiler-Stein, Münchweiler, Silz, Völkersweiler, Waldhambach, Waldrohrbach, Wernersberg (alle Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels), Birkenhördt, Blankenborn und Gleiszellen-Gleishorbach (alle Verbandsgemeinde Bad Bergzabern). „Hinzu kommen circa 2500 über den Landkreis verteilte Einzeladressen, insgesamt über 7000 Hausanschlüsse“, erklärt Karolin Söltner, die in Berlin den Förderbescheid in Höhe von 35 Millionen Euro von Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, entgegengenommen hat.

Weitere Fördergelder beantragt
Ergänzend hat der Landkreis Südliche Weinstraße darüber hinaus Fördergelder beim Land Rheinland-Pfalz beantragt. „Diese Genehmigung erfolgt immer erst im Anschluss an die des Bundes, da zunächst der Bund als Projektträger in der Regel die Anträge inhaltlich prüft“, erläutert Söltner. „Sobald wir die Landesgelder erhalten haben, können wir in die Ausschreibung gehen. Dabei ist die Suche nach einem passenden Ausbaupartner eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir hoffen, bis Ende des Jahres zu wissen, welches Telekommunikationsunternehmen diesen Ausbau für uns übernimmt“, so die Gigabit-
Beauftragte des Kreises weiter.

Die Kosten für die fünf neuen Gigabitausbauprojekte im Landkreis belaufen sich voraussichtlich auf rund 61 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Kreises liegt bei zehn Prozent, also 6,1 Millionen Euro. Bei den umfangreichen Tiefbaumaßnahmen werden, nach ersten groben Schätzungen, knapp 500 Kilometer neue Netzinfrastruktur in die Erde gebracht, um eine zukunftssichere Infrastruktur für Bürgerinnen und Bürger der Südlichen Weinstraße zu ermöglichen.

Interaktive Karte zu Breitbandausbau für Kreis SÜW
Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, wie weit der eigenwirtschaftliche und geförderte Netzausbau in den einzelnen Städten und Ortsgemeinden des Landkreises Südliche Weinstraße vorangeschritten ist, kann dies über eine interaktive Karte tun, die unter www.suedliche-weinstrasse.de/gigabitausbau zu finden ist. Interessierte können im Reiter „Ausbau“ die jeweilige Verbandsgemeinde anklicken, in der sich ihr Wohnort befindet, und erhalten dann eine Übersicht über die Ortsgemeinden.

Wann geförderter, wann eigenwirtschaftlicher Ausbau?
Der geförderte Ausbau kommt überall in Deutschland nur dort zum Tragen, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau für Unternehmen nicht wirtschaftlich ist. Im Landkreis Südliche Weinstraße wird die Mehrheit der Haushalte eigenwirtschaftlich, also durch private Unternehmen, erschlossen. In Bereichen, wo dies nicht erfolgte oder erfolgt, haben sich der Landkreis und die Verbandsgemeinden entschieden, ihren Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der möglichen Förderrichtlinien einen Anschluss ans schnelle Internet zu ermöglichen. Die öffentliche Hand darf jedoch nur dort ausbauen, wo kein Unternehmen tätig wird oder angekündigt hat, tätig zu werden. Je nach Fördertopf von Bund und Land ist eine bis zu 90-prozentige Förderung der Ausbaukosten möglich, der Rest entfällt auf den Landkreis. Ziel ist es, für den gesamten Landkreis eine strukturell einheitliche und leistungsfähige Gigabitversorgung darzustellen.

Text und Bild: Kreisverwaltung Südliche Weinstraße

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