Doppelhaushalt sieht große Investitionen und gleichzeitig deutlichen Abbau der Pro-Kopf-Verschuldung vor

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Burrweiler – dnb – Die Planungen für den Doppelhaushalt 2022/2023 sind abgeschlossen und der Haushalt beschlossen. Ohne Kreditaufnahme sollen in den beiden Jahren 2022 und 2023 wichtige Maßnahmen wie dem Grunderwerb für ein neues Feuerwehrhaus mit 60.000 Euro angegangen werden. Die Gemeinde möchte gerne zwei E-Ladesäulen errichten und hat dafür 2022 90.000 Euro eingestellt. Gleichzeitig hofft sie auf der Einnahmenseite auf Gewährung des bereits beantragten Bundes-Zuschusses für die Ladesäulen und den Netzanschluss von insgesamt 61.000 Euro. Die Neugestaltung des Dorfplatzes/ehemaliger Schulhof soll vorangetrieben werden; hier sind Planungskosten von 10.000 Euro vorgesehen. Auch das Neubaugebiet Sportplatz schlägt 2022 mit 10.000 Euro und im kommenden Jahr mit 30.000 Euro für die Erschließungsplanung zu Buche. Ortsbürgermeister Christian Weber machte darauf aufmerksam, dass der derzeit rückläufigen Bevölkerungsentwicklung (Ende 2020 lebten 810 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Burrweiler) mit diesem Neubaugebiet und der damit verbundenen Ansiedlung junger Familien entgegengewirkt wird. Der Ausbau des Parkplatzes vor der Festhalle ist mit jeweils 100.000 Euro eingeplant. Für die Hofüberdachung bei der Festhalle, die in Eigenleistung ausgeführt werden soll, sind 20.000 Euro vorgesehen. Der Bauantrag ist bereits eingereicht. Nach der Fertigstellung der Hofüberdachung soll in diesem Bereich eine Außen-Kühlzelle aufgestellt werden, da der Platz dazu in der Festhalle fehlt. Kosten: 7.000 Euro. Ebenfalls 2023 ist die Pflasterung eines barrierefreien Hauptweges auf dem Friedhof geplant, für die 60.000 Euro veranschlagt sind.

Trotz aller geplanten Maßnahmen sei keine Neuverschuldung durch Aufnahme neuer Kredite notwendig, da man auf Rücklagen zurückgreifen könne, berichtet Ortsbürgermeister Weber. Diese liquiden Mittel reduzieren sich von rund 298.100 Euro auf 48.700 Euro. Darin ist aber auch die Schuldentilgung enthalten, die von rund 123.200 Euro Anfang 2021 auf knapp 64.500 Euro zurückgeführt werden kann. „Von weit über 300 Euro Pro-Kopf-Verschuldung 2014 können diese nun auf knapp 80 Euro Ende 2023 reduziert werden“, freut sich Weber.